15.06.2026

Elka modernisiert Spanplattenwerk mit Dieffenbacher-Technologie

Die Elka-Holzwerke modernisieren ihr Spanplattenwerk in Morbach mit einer neuen Spanplattenanlage und einer Energieanlage von Dieffenbacher. Der Auftrag an den Eppinger Maschinenbauer ist Teil eines groß angelegten Modernisierungsprojekts, das Elka seit 2022 vorantreibt. Insgesamt investiert das Unternehmen einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Es ist die größte Investition in der 120-jährigen Unternehmensgeschichte.

Mit der neuen kontinuierlichen Dieffenbacher-Anlage mit CPS+ Pressensystem ersetzt Elka drei Einetagenpressen aus den Jahren 1968, 1973 und 1990. Auch diese Anlagen hatte Dieffenbacher geliefert. Für die neue Spanplattenlinie übernimmt der Maschinenbauer aus Eppingen alle wesentlichen Gewerke – von der neuen Formstation Span für einen reduzierten Rohstoff- und Energieverbrauch bis zur Endfertigung bei Elka.

Zum Lieferumfang gehören außerdem ein Pressenabluftreinigungssystem mit Gleichstromwäscher sowie die Digitalisierungsplattform Evoris. Zusätzlich bestellte Elka bei Dieffenbacher eine 20-MW-Energieanlage. Sie erzeugt flexibel und nachhaltig Energie aus frischer Biomasse und Altholz und liefert die benötigte Wärmeleistung für die Pressenlinie und die Spänetrockner.

„Mit der Investition in die neue Dieffenbacher-Anlage setzen wir ein klares Zeichen für die Zukunft des Holzbaus“, sagt Elka-Geschäftsführerin Larissa Kuntz. „Trotz der anhaltenden Herausforderungen in der Bauwirtschaft sind wir überzeugt, dass nachhaltiges Bauen mit Holz langfristig weiter an Bedeutung gewinnen wird.“

Mit der neuen Anlage stärkt das Unternehmen seine Position als Spezialitätenanbieter. Ziel ist es, auch künftig hochwertige Spanplatten aus regionalem Frischholz anzubieten und für die Holzbauplatten esb (elka-strong-board) und esb Plus eine größtmögliche Formatvielfalt bereitzustellen. Das Sortiment umfasst ein breites Spektrum von P1- bis P6-Platten in Stärken von 12 bis 50 Millimeter und einem Rohdichtebereich zwischen 500 und 720 Kilogramm pro Kubikmeter, je nach Plattenstärke. Alle Spanplatten werden ohne Verwendung von Altholz produziert und sind damit emissionsarm sowie werkzeugfreundlich zu verarbeiten.

Die vergleichsweise kleine und flexible Anlage soll Elka zudem helfen, auf den künftigen Waldumbau zu reagieren. Sie ermöglicht Waldbesitzern, Holz stofflich zu verwerten und den darin gebundenen CO₂-Speicher langfristig in Produkten zu sichern. Zugleich schafft sie Flexibilität bei künftiger Rohstoffverfügbarkeit sowie veränderten Marktanforderungen und Absatzmöglichkeiten.

Elka wurde 2025 mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Die Jury würdigte das Unternehmen als „Vorreiter der Transformation in der deutschen Wirtschaft“ und als „vorbildliches Unternehmen“. Mit der neuen Technologie von Dieffenbacher will Elka seine Produkte material- und energiesparender herstellen und den Mehrwert für Kunden steigern. Der CO₂-Fußabdruck der Produkte soll dadurch um rund 40 Prozent sinken. KI-gestützte Anwendungen wie Evoris sollen helfen, die Anlage ressourcenschonend weiterzuentwickeln und effizient zu betreiben.

Auch bei Dieffenbacher gehört Nachhaltigkeit zur Unternehmensstrategie. Stefan Zipf, CTO und Mitglied der Geschäftsführung, erklärt: „Es macht uns stolz, dass wir der mehr als 65-jährigen vertrauensvollen Partnerschaft unserer beider Familienunternehmen mit diesem zukunftsweisenden Projekt einen weiteren Meilenstein hinzufügen können.“

Die Montage in Morbach beginnt zum Jahreswechsel 2026/2027. Die Spanplattenlinie soll im Sommer 2027 in Betrieb gehen, die Energieanlage gegen Ende 2027.

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Elka modernisiert Spanplattenwerk mit Dieffenbacher-Technologie
Foto/Grafik: Niko Bloem
Luftaufnahme der Elka-Holzwerke in Morbach
Elka modernisiert Spanplattenwerk mit Dieffenbacher-Technologie
Foto/Grafik: Frank Gemeinhardt
In Morbach besiegelten im Mai Karl-Robert Kuntz (Geschäftsführer, Elka), Tobias Schmucker (Technischer Geschäftsführer, Elka), Carina Reimold (Projektleiterin, Dieffenbacher), Larissa Kuntz (Geschäftsführerin, Elka), Dr. Alexej Simeth (Operations and Planning Engineer, Elka), Martin Griesdorn (Key Account Manager, Dieffenbacher) und Stefan Zipf (CTO, Dieffenbacher) den Start der neuen Produktionslinie
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