22.04.2026

GD Holz kritisiert Reformvorschläge der Bundesregierung

Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) hält die Reformvorschläge der Bundesregierung für unzureichend. Die angekündigte Senkung der Energiekosten und die steuerfreie Mitarbeiterprämie bringen vielen Holzhandelsbetrieben keine spürbare Entlastung. GD-Holz-Vorsitzender Maximilian Habisreutinger kritisiert punktuelle Maßnahmen bei stagnierenden Umsätzen und weiter steigenden Kosten. Die steuerfreie Prämie finanzieren die Unternehmen vollständig selbst. Für viele Betriebe ist das in der aktuellen Lage nicht leistbar.

Der Verband kritisiert außerdem, dass zentrale strukturelle Probleme weiter ungelöst bleiben. Dazu zählen vor allem die seit Jahren steigenden Lohnnebenkosten. Habisreutinger fordert Reformen in den Sozialversicherungssystemen, um Unternehmen nachhaltig zu entlasten. Auch zusätzliche, sachlich nicht gerechtfertigte Kosten stehen aus Sicht des Verbandes zur Debatte. Als Beispiel nennt der GD Holz Rundfunkbeiträge für Unternehmen, obwohl die Gebühren bereits privat entrichtet werden. „Die Abschaffung dieser Doppelbelastung wäre ein einfaches und wirksames Entlastungssignal“, betont Habisreutinger.

Ein weiteres zentrales Problem liegt in der hohen Bürokratiebelastung. Umfangreiche Berichts- und Dokumentationspflichten setzen den Holzhandel unter Druck – sowohl durch direkte gesetzliche Vorgaben als auch durch Anforderungen entlang der Lieferketten. Neue Regelungen wie das Tariftreuegesetz bringen zusätzlichen Aufwand und steigende Kosten, die in der Praxis kaum kompensiert werden.

Die Bundesregierung hat einen „Frühling der Reformen“ ausgerufen. Der GD Holz fordert, dass daraus eine spürbare Unterstützung für die Unternehmen im Holzhandel erfolgen muss. Viele Betriebe sind nach Angaben des Verbandes an ihrer „Geduld und Belastungstoleranz“. Die Branche braucht bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Vorschläge liegen aus Sicht des GD Holz auf dem Tisch, „jetzt kommt es auf deren Umsetzung an“, fordert Habisreutinger nachdrücklich.“

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GD Holz kritisiert Reformvorschläge der Bundesregierung
Foto/Grafik: A/float
Der Holzhandel steht unter steigenden Kosten und wachsendem bürokratischem Aufwand
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