18.03.2026
Parkett wächst trotz Preisdruck
Die deutschen Parketthersteller haben 2025 mehr Umsatz und mehr Absatz erzielt. Nach einer Mitgliederumfrage des Verbands der Deutschen Parkettindustrie (vdp) stieg der Umsatz um 7,5 Prozent auf 183 Millionen Euro. Die in Deutschland abgesetzte Menge legte um rund 10 Prozent auf 5,2 Millionen Quadratmeter zu.
Fast alle Segmente entwickelten sich positiv. Den größten Zuwachs verzeichnete das Dreischichtparkett. Hier stieg der Absatz um fast 22 Prozent auf 3,1 Millionen Quadratmeter. Zweischichtparkett blieb mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 1,3 Millionen Quadratmetern nahezu stabil. Massivparkett wuchs um fast 5 Prozent auf 300.000 Quadratmeter. Nur Mosaikparkett verlor erneut deutlich. Der Absatz sank um fast 17 Prozent auf nur noch 500.000 Quadratmeter.
Trotz der höheren Mengen bleibt die Lage angespannt. vdp-Vorsitzender Michael Schmid sagt: „Die Entwicklung im Jahr 2025 zeigt erfreuliche Zuwächse im Absatz. Gleichzeitig wird jedoch deutlich, dass die Branche unter erheblichem Preisdruck steht. Der Umsatz ist deutlich schwächer gewachsen als die Absatzmengen, was auf sinkende Preise hindeutet.“
Besonders sichtbar wird das bei der dreischichtigen Landhausdiele. Dort zog der Absatz kräftig an, der Umsatz hielt aber nicht Schritt. Schmid sagt: „Dieser Preiskampf trifft die Industrie umso härter, weil die Kosten für Energie, Löhne und Holz weiterhin steigen.“ Auch die Wirkung der China-Zölle sieht er vor allem in diesem Segment. Wie nachhaltig dieser Effekt ist, lässt er offen.
Unter Druck bleibt auch das Mosaikparkett. Als Grund nennt Schmid den Fachkräftemangel bei den Parkettlegern. Viele Verarbeiter greifen häufiger zu oberflächenfertigen Produkten, weil sie sich schneller und mit weniger Personal verlegen lassen. Massivparkett hält sich dagegen weiter auf niedrigem Niveau.
Wenn du willst, ziehe ich dir jetzt noch die BU im selben Ton glatt.
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