26.01.2026

Netzwerk Boden zeichnet Jugendstilvilla in München und Bunkerumbau in Hamburg aus

„Die Wahl der Gewinner zeigt, wie entscheidend das Zusammenspiel der Partner im Netzwerk ist“, sagte Beat Ludin, Geschäftsführer Netzwerk Boden. Besonders bei der Parkettverlegung in der 1925 von Theodor Mayr im Neo-Louis-XVI-Stil erbauten Münchner Villa habe die enge Zusammenarbeit den Ausschlag gegeben. „Die Firma Bauer setzte das Projekt gemeinsam mit Zehetmair auf hohem handwerklichem Niveau um“, erklärte die Jury. Beide Auszeichnungen wurden am 20. Januar 2026 auf der Bühne des Retailer’s Park der Domotex in Hannover verliehen.

Hochwertige Parkettverlegung in kernsanierter Münchner Jugendstilvilla
Das historische Gebäude wurde kernsaniert und zu sieben hochwertigen Wohneinheiten ausgebaut. Die Bodenarbeiten stellten hohe handwerkliche Anforderungen: Eichenstabparkett im Fischgrätmuster mit Wandfries, teils um historische Rundöfen und geschwungene Wandabschnitte geführt, Verbandverlegung sowie massive Landhausdielen – insgesamt rund 700 m² auf fünf Etagen.

Fußboden Bauer aus Motten in der Rhön und Fußboden Zehetmair aus Miesbach realisierten das Projekt trotz 360 Kilometern Distanz in enger Abstimmung. „Bei vielen kleinteiligen Bauabschnitten war uns klar, dass ein verlässlicher, ortsnaher Partner entscheidend ist“, erklärt Klaus Bauer. „Durch Netzwerk Boden haben wir den Partner für die reibungslose Zusammenarbeit gefunden.“ Das Ergebnis: ein Projektabschluss zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers.

Technische Unterstützung kam vom Netzwerk-Boden-Partner Uzin, der Aufbauempfehlung, Grundierung, Parkettklebstoff sowie die Entkoppelungs- und Dämmplatten UZIN Multimoll Softsonic lieferte. Sie vereinen niedrige Aufbauhöhe, Entkopplung, Trittschall- und Raumschalldämmung in einem Produkt für hohen Geh- und Wohnkomfort.

Ein besonderer Blickfang ist der Stabparkettboden der französischen Manufaktur Chêne de l’est. Auf Wunsch des Auftraggebers wurde ein rund 21 mm starkes, geöltes Parkett gewählt – stilecht wie zur Erbauungszeit. Ein 190 mm breiter Wandfries fasst die Flächen ein und folgt elegant allen Rundungen. „Ein wunderschöner Boden“, freut sich Klaus Bauer über das Ergebnis.

Logistische Meisterleistung in luftiger Höhe: Neuer Boden für den Bunker St. Pauli

Den Sonderpreis „Technische Herausforderung“ erhielt die Firma Wessendorf Systembeschichtungen aus Emstek für sämtliche Bodenarbeiten im 58 Meter hohen ehemaligen Flakbunker in Hamburg-St. Pauli. Wo früher Schutz gesucht wurde, befinden sich heute ein öffentlicher Dachgarten mit Bergpfad, Ausstellungsflächen, ein Hotel sowie ein Panoramablick über den Kiez. Sichtestriche, Beschichtungen, Teppichböden und Parkettverlegungen im urbanen Stil prägen das neue Nutzungskonzept.

Beirat Norbert Rennert begründet die Auszeichnung: „Der Preis wird aufgrund der hohen Anforderungen an einen Sichtestrich in Kombination mit der außergewöhnlichen Logistik, wie Pumphöhe, Transportwege, Platzverhältnisse vergeben.“

Auf rund 8.500 m² Fläche und fünf Etagen mussten Unterboden und Oberbeläge in bis zu 60 Metern Höhe eingebracht werden. „Das Projekt stellte große Herausforderungen an Logistik und Material“, erklärt Franz Wessendorf, der den Auftrag von der Beratung über die Materialfindung bis zur Ausführung begleitete. „Wir haben mit dem Netzwerk Boden Industriepartner Thermoplan zusammengearbeitet, der sämtliche Estriche lieferte.“

Produziert wurde in Mix-Mobilen in gleichbleibender Qualität direkt vor Ort. Der Transport erfolgte über eine temporär verlegte Stahlleitung entlang der Außenfassade bis zur jeweils höher gelegenen Einbaustelle, um die Materiallasten nicht über Schläuche führen zu müssen. Von dort aus ging es weiter bis in die bis zu 100 Meter entfernten Etagen. Auf diese Weise wurden täglich bis zu 45 m³ Estrichmörtel am Fuß des Bunkers gemischt, nach oben gepumpt und im Gebäude eingebaut. Im Anschluss führte die Firma Wessendorf sämtliche weiteren Bodenbelagsarbeiten aus.

Netzwerk Boden - Kompakt

Mit mehr als 70 Standorten zählt die Leistungsgemeinschaft Netzwerk Boden zu den größten und leistungsstärksten Netzwerken der Fußbodenbranche in Deutschland. Um spezifische Kundenanforderungen mit klar definierten Kompetenzfeldern zu erfüllen, stehen für jede Aufgabenstellung ausgewiesene Spezialisten zur Verfügung.

Das Leistungsspektrum reicht von Ladenbau, Shop und Hotel über Gastronomie, Gesundheitswesen, Büro und Wohnungsbaugesellschaften bis hin zu privatem Wohnungsbau, Altbausanierung, Bildungswesen, Industrie, Sporteinrichtungen, Tiefgaragen und Parkhäusern, Transportation sowie Veranstaltungsbauten. Grundlage der Arbeit sind lösungsorientierte Beratung und detaillierte Planung.

Ziel des Netzwerks ist es, die einzelnen Handwerksunternehmen im Auftritt gegenüber Auftraggebern zu stärken. Der Netzwerkgedanke zeigt sich im kontinuierlichen Austausch von Know-how, Maschinen und Manpower. Durch die enge Zusammenarbeit mit Industriepartnern arbeitet Netzwerk Boden stets auf aktuellem Stand der Technik.
Erfolgsrezept Netzwerkarbeit

Die Jury, bestehend aus Uwe Viebrock (Marketingexperte), Ralf Wiebusch (Architekt), Torsten Grotjohan (öffentlich bestellter und vereidigter Gutachter) sowie Samuel Braun (Parkettlegemeister und Fachlehrer an der Berufsschule Ehingen), würdigte den erfolgreichen Verlauf beider Sanierungsprojekte im Zusammenspiel von Handwerk, Industrie und Planung.

„Der fachübergreifende Austausch im Netzwerk ermöglicht es, anspruchsvolle Projekte umzusetzen, selbst bei einigen Widrigkeiten und auch über große Distanzen“, freut sich Beat Ludin.

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