22.10.2020
Homann Holzwerkstoffe setzt Expansion in Europa fort
Die Homann Holzwerkstoffe GmbH hat einen Vertrag zum Erwerb von ca. 77 ha Industriefläche in der Nähe von Vilnius, Litauen unterzeichnet. Auf dem Gelände soll ein weiteres Dünnplattenwerk entstehen, um den Bedarf der dort vertretenen Kunden zu decken. Litauen hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Standorte der Möbelindustrie in Osteuropa entwickelt. Das neue Werk soll, wie die bisherigen Werke der Gruppe, das HDF-Produktspektrum sowie MDF-Platten bis 22 mm produzieren. Neben der Rohplattenanlage werden außerdem umfangreiche Veredelungsanlagen erbaut. Nach derzeitigem Zeitplan soll das Werk 2022 in Betrieb gehen. Geschäftsführer Fritz Homann: "Infolge der Coronavirus-Pandemie hatten wir unsere Investitionspläne temporär etwas zurückgestellt. Umso mehr freut es uns, dass wir die schwierigen Monate nach Ausbruch der Krise im Frühjahr mit weniger Kurzarbeit als erwartet und ohne Stellenabbau hinter uns bringen konnten und unsere Expansionspläne nun mit dem Aufbau unseres vierten Standorts in Europa fortsetzen können."
22.10.2020
Warenkreditversicherung: Holzindustrie fordert Verlängerung
Anlässlich der ab sofort verfügbaren Antragsmöglichkeiten zur Überbrückungshilfe II der Bundesregierung erinnert Denny Ohnesorge, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie, daran, jetzt den nächsten Schritt zu gehen und den Unternehmen durch eine Verlängerung des Schutzschirmes für Warenkreditversicherer Planungssicherheit zu gewährleisten:
21.10.2020
Messe Bau wird 2021 als rein digitales Format umgesetzt
Am 30. September 2020 sagte die Messe München die klassische Präsenz-Messe im Januar 2021 ab und kündigte an, die Veranstaltung dennoch nicht ersatzlos zu streichen. Am Freitag, 16. Oktober 2020, endete eine Umfrage unter den Ausstellern, wie sie ihre Produkte und Innovationen vom 13. bis 15. Januar in einem stark veränderten und verkleinerten Format präsentieren möchten. Eine klare Mehrheit der Aussteller danach gab an, sich auf das reine Digitalkonzept zu konzentrieren. Die Bau zieht aus dieser Umfrage die Konsequenz, sich bei der Angebotsstruktur auf ein digitales Format zu fokussieren beziehungsweise zu beschränken. Dies, so die Messe München, habe den Vorteil, dass alle Ressourcen auf digitale Präsentationsmöglichkeiten und ein digitales Rahmenprogramm gebündelt werden könnten. Das konkrete Angebot für die "Bau Online" werde in den nächsten Tagen an die Kunden der Bau übermittelt
21.10.2020
Fischer gewinnt „Focus Open 2020“ für Spanplattenschraube
Die Unternehmensgruppe Fischer erhielt den Award "Focus Open 2020 – Internationaler Designpreis Baden-Württemberg" für ihre Spanplattenschraube Power-Fast II. Zuvor hatte der Befestigungsspezialist bereits den "German Design Award 2020" und den "Red Dot Award: Product Design 2020" für seine neue Generation an Schrauben erhalten.
20.10.2020
Windmöller plant umfassende Investitionen
Das Unternehmen Windmöller sieht in der Entwicklung der Umsatzzahlen Grund für Optimismus. "Trotz Corona entwickelt sich der Umsatz im Kernmarkt DACH gemäß unseren Zielen", sagt Annika Windmöller, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei Windmöller. Das liege in erster Linie daran, dass ein Großteilteil der Handelspartner während des Lockdowns ihre Tätigkeit ausüben durfte und der enormen Sanierungsfreudigkeit der Endverbraucher nachkommen konnte. "Unsere Zukunft ist grün und digital" – unter diesem Motto möchte das Unternehmen mehr als 20 Millionen Euro in die Kernbereiche Forschung & Entwicklung, Kapazitätsausbau und Digitalisierung investieren, so Windmöller weiter.
19.10.2020
Aufschlussverfahren für Holzreste gesucht
Lignocellulose (LC) aus Holz und Einjahrespflanzen ist der am häufigsten auftretende nachwachsende Rohstoff der Erde. LC-haltige Rohstoffe werden für die Papier- und Werkstoffherstellung sowie für die Gewinnung stofflicher Komponenten für Treibstoffe, Kunststoffe und Grundbausteine der chemischen Industrie eingesetzt, so das Institut für Holztechnologie Dresden. Weiterhin werden beträchtliche LC-Mengen energetisch verwertet, obwohl gesetzliche Vorgaben eine Priorisierung der stofflichen Verwertung fordern. LC-haltige Rest- und Abfallstoffe fallen u. a. in der Holz- und Forstwirtschaft und in der Landwirtschaft an. Bevorzugte Ausgangsstoffe für die Herstellung von Biokraftstoffen und hochwertigen Plattformchemikalien sind heute Agrarreststoffe von Einjahrespflanzen, wie Getreidestroh. Für diese Biomasse-Rohstoffe wurden bereits spezifische Bioraffineriekonzepte und Prozessabläufe entwickelt, die am Markt etabliert sind. Holzreststoffe, z. B. Holz minderer Qualität, Landschaftspflegeholz oder Altholz, werden derzeit in geringem Umfang für die Papier- und Werkstoffherstellung genutzt. Der größte Teil der Holzreststoffe wird jedoch nicht stofflich verwertet. Maßgebliche Ursache ist die unzureichende Effizienz, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit verfügbarer Holzaufschluss- und Hydrolyseverfahren. Verfügbare Verfahren zum Holzaufschluss und zur Vorhydrolyse von Holz basieren vorrangig auf chemischen Prozessen mit konzentrierten Säuren, Laugen oder organischen Lösungsmitteln sowie hohen Temperaturen und Drücken und sind heute zum Teil nicht mehr wirtschaftlich. Als Alternativen stehen forschungsseitig die Steam Explosion (SE), die CO2-Explosion sowie eine Behandlung mit Wasserstoffperoxid im Fokus. Obwohl die umfangreichsten Untersuchungen bisher mit dem SE-Verfahren erfolgten, wurde jedoch noch keine industrielle Applikation an Holz realisiert. Die Lösung der technischen und wissenschaftlichen Probleme erfordert zunächst grundlegende experimentelle Untersuchungen an Modellrohstoffen.
19.10.2020
Förderaufruf: Recyclinggerechte Verwendung von Holz
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) startete am 1. Oktober 2020 über das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe den Förderaufruf "Recyclinggerechte Verwendung von Holz". Dieser zielt darauf auf branchenübergreifende Lösungen im Cluster Forst und Holz ab, die einen Mehrwert für ressourceneffizienten Materialeinsatz, Kreislaufwirtschaft und damit für den Klimaschutz erzielen. Einbezogen werden soll die gesamte Wertschöpfungskette. Lösungsansätze aus dem Bereich der Digitalisierung und Industrie 4.0 sind dabei zu berücksichtigen. Gefördert werden Vorhaben in zwei Modulen:
16.10.2020
Tegernseer Gebräuche: Gute Fortschritte bei Neufeststellung
2016 hat der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) die Neufeststellung der Gebräuche im Handel mit Holz und Holzprodukten in Deutschland (besser bekannt als Tegernseer Gebräuche oder kurz "TG") in die Wege geleitet und das Verfahren organisiert. Auf Basis einer umfassenden Befragung der betroffenen Verkehrskreise konnten die wichtigsten Aspekte zur Neufeststellung erfasst und in einer Reihe von Sitzungen der Gebräuchekommission beraten werden.
16.10.2020
Parador gewinnt „Gold“ beim Muse Design Awards 2020
Erst vor wenigen Wochen hat Parador die neue One Ground Design Edition vorgestellt. Jetzt wurde die Bodenkollektion mit dem Muse Design Award 2020 für Produktdesign ausgezeichnet. "Mit der "One Ground Design Edition" verbinden wir erstmals herausragendes Produktdesign und unternehmerische Haltung zu einem ganzheitlichen Ansatz", sagt Birgit Kunth, Leitung Marke, Marketing und Kommunikation bei Parador. Der Muse Design Award ist ein internationaler Wettbewerb, der sich an Fachleute aus der Kreativ- und Designbranche richtet. Unter der Verwaltung des International Awards Associate (IAA) wird die Auszeichnung von einer Jury aus Fachleuten vergeben. IAA beaufsichtigt die Preise und Anerkennungsprogramme, stellt die Jurys zusammen und legt die Standards für den Wettbewerb fest.
15.10.2020
Renovierung stärkt europäischen Parkettmarkt
Der FEP (europäischer Verband der Parkettindustrie) diskutierte bei seinem virtuellen Treffen unter anderem über die Parkettsituation und die anhaltenden Auswirkungen der Covid-19-Krise auf die europäischen Märkte. Danach wurde der Süden Europas im Frühjahr hart getroffen, aber seine Parkettmärkte haben sich im Sommer deutlich erholt, bevor sie sich im September etwas abschwächten. Die Hauptantriebskraft der Erholung ist die Renovierung, insbesondere die Renovierung von Wohnungen, da die Verbraucher in ihre Häuser investieren. Auf der anderen Seite sind neue Projekte und das Vertragsgeschäft eine Herausforderung, so der FEP.