12.05.2026

Würth-Gruppe steigert Umsatz auf 20,7 Milliarden Euro

Die Würth-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatz von 20,7 Milliarden Euro abgeschlossen. Im Vorjahr hatte der Konzern 20,2 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem Plus von 2,3 Prozent, währungsbereinigt 3,2 Prozent. Das Betriebsergebnis stieg von 940 auf 970 Millionen Euro. Die deutschen Gesellschaften der Gruppe erreichten 2025 einen Umsatz von 8,0 Milliarden Euro und lagen damit 1,0 Prozent über dem Vorjahr. Die Auslandsgesellschaften wuchsen um 3,2 Prozent und erzielten 12,6 Milliarden Euro Umsatz. Währungsbereinigt lag das Plus im Ausland bei 4,7 Prozent.

Innerhalb der Würth-Linie entwickelten sich die Divisionen Bau mit einem Plus von 6,3 Prozent und Auto mit einem Plus von 1,6 Prozent positiv. Bei den Allied Companies legten vor allem der Elektrogroßhandel, Chemie und Elektronik zu. Stärker als der Konzern wuchs das E-Business. Über digitale Vertriebskanäle erzielte Würth 5,2 Milliarden Euro Umsatz. Der Anteil am Gesamtumsatz stieg damit auf 25,2 Prozent. Zum Jahresende 2025 beschäftigte die Würth-Gruppe 86.415 Mitarbeiter, davon rund 44.000 im Vertrieb.

Auch die Eigenkapitalbasis wächst. Das Eigenkapital stieg von 9,2 auf 9,7 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalquote erreichte erstmals mehr als 50 Prozent und lag bei 50,5 Prozent. S&P Global Ratings bestätigte erneut das A-Rating des Konzerns. Das Unternehmen setzt Digitalisierung und KI vor allem im Vertrieb ein. Der KI-gestützte Chat- und Sprachassistent Pico soll dem Außendienst mehr Zeit für den direkten Kundenkontakt verschaffen. Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe, sagt: „Technologie schafft bei Würth nicht Distanz, sondern echte Nähe.“

Die Rahmenbedingungen in Deutschland bleiben schwierig. Hohe Arbeits- und Energiekosten bremsen die Konjunktur; führende Wirtschaftsinstitute rechnen für 2026 nur mit einem Wachstum von 0,6 Prozent. „Wenn es Politik nicht schafft, die strukturellen Rahmenbedingungen zu ändern, und vor allem die Verfahren zu beschleunigen, riskieren wir, dass viele unserer Industrieunternehmen zukünftig im Ausland investieren“, sagt Friedmann. „Damit gehen Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland verloren.“

Für die ersten vier Monate 2026 meldet Würth ein Umsatzplus von 3,2 Prozent. Währungsbereinigt lag das Wachstum bei 4,6 Prozent. „Wir agieren seit Jahrzehnten erfolgreich in volatilen Märkten und sind bisher aus Krisen immer gestärkt hervorgegangen. Das stimmt uns zuversichtlich“, blickt Friedmann nach vorne.

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Würth-Gruppe steigert Umsatz auf 20,7 Milliarden Euro
Foto/Grafik: Würth/Peter Petter
Ralf Schaich, Mitglied der Konzernführung, Pressesprecherin Sigrid Schneider und Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung, bei der Bilanzpressekonferenz der Würth-Gruppe 2026
Würth-Gruppe steigert Umsatz auf 20,7 Milliarden Euro
Foto/Grafik: Würth/Peter Petter
Der KI-gestützte Chat- und Sprachassistent Pico spart Zeit und verschafft dem Außendienst der Würth-Gruppe mehr Freiraum für den persönlichen Kundenkontakt
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