05.02.2026
GD Holz: Holzhandel steigert Umsatz um drei Prozent
Der deutsche Holzhandel blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2025 zurück. Über weite Strecken des Jahres blieb die Nachfrage in vielen Sortimenten verhalten, zugleich stiegen die Kosten deutlich. Der Umsatzanstieg zeigt daher weniger eine Erholung als eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Vor allem der Dezember brachte mit einem zweistelligen Wachstum einen unerwartet starken Jahresabschluss. Ein Blick auf die Vorjahre relativiert das Plus. 2024 gingen die Umsätze um fünf Prozent zurück, 2023 sogar um 15 Prozent. Vor diesem Hintergrund markiert 2025 vor allem eine Phase der Konsolidierung. Das Marktumfeld blieb angespannt. Die Zahl der Baufertigstellungen sank weiter, viele Endkunden hielten sich mit Ausgaben zurück. Unsicherheit und geringe Investitionsbereitschaft belasteten zusätzlich.
Die wichtigsten Sortimente entwickelten sich im Branchenvergleich durchschnittlich. Überdurchschnittliche Zuwächse verzeichneten Hobelwaren mit plus sieben Prozent sowie Schnittholz mit fünf Prozent. Für das laufende Jahr 2026 rechnen die am Betriebsvergleich beteiligten Unternehmen überwiegend mit einer weiteren Stabilisierung, nicht jedoch einen deutlichen Aufschwung. Rund zwei Drittel der Befragten rechnen mit gleichbleibenden oder leicht steigenden Umsätzen. Unternehmen im Holzgroßhandel zeigen sich dabei etwas optimistischer als Betriebe im Holzeinzelhandel.
Zwar legten die Baugenehmigungen zuletzt leicht zu, und das Infrastrukturprogramm der Bundesregierung soll Impulse setzen. Inwieweit der Holzhandel davon profitiert, bleibt offen. Der GD Holz erhebt im Rahmen seines Betriebsvergleichs monatlich die Umsatzentwicklung in den wichtigsten Sortimenten sowie die Erwartungen für das kommende Quartal. Im Jahresdurchschnitt beteiligen sich rund 50 Unternehmen aller Umsatzgrößenklassen.
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