29.03.2021
Fertighäuser steigern ihren Marktanteil
22,2 Prozent der insgesamt 105.962 neu genehmigten Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im letzten Jahr Fertighäuser. Höher war die Fertigbauquote nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) noch nie. 2019 hatte sie mit 20,8 Prozent erstmalig die Marke von 20 Prozent übertroffen. Von Januar bis Dezember 2020 wurden bundesweit 23.545 neue Ein- und Zweifamilienhäuser in Holz-Fertigbauweise genehmigt. Das entsprach einem Plus von 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während der Markt für Ein- und Zweifamilienhäuser insgesamt weniger deutlich um 4,3 Prozent zulegen konnte. Vorreiter beim Hausbau in Holz-Fertigbauweise sind Baden-Württemberg mit einem Fertigbauanteil von 38,4 Prozent und Hessen mit 32,4 Prozent. Die meisten neuen Fertighäuser – 6.221 Stück – wurden 2020 in Bayern genehmigt.
26.03.2021
Steico feiert 35-jähriges Gründungsjubiläum
Genau gestern vor 35 Jahren am 25. März wurde Steico als "Gesellschaft für Bau- und Industriebedarf Steinmann & Co. GmbH" gegründet. Zu Beginn ein Handelsunternehmen für Holzprodukte mit eineinhalb Mitarbeitern entwickelte sich Steico zum Hersteller und ist inzwischen nach eigenen Angaben zum Weltmarktführer bei Holzfaser-Dämmstoffen mit rund 1.900 Mitarbeitern. Ein Grund für das enorme Wachstum war, dass in den 1990er-Jahren der Kapazitätsausbau bei Holzfaser-Dämmstoffen forciert wurde. Nach der Jahrtausendwende stieg die Nachfrage kontinuierlich an. Als inzwischen börsennotiertes Unternehmen konnte Steico seit dem Börsengang im Jahr 2007 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von jährlich rund neun Prozent erzielen.
26.03.2021
Tomas Schwab verlässt die Hain Natur-Böden GmbH
Tomas Schwab, seit August 2019 Geschäftsführer der Hain Natur-Böden GmbH, verlässt das Unternehmen zum 31. März 2021. Hintergrund der Personalie sind umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen bei dem zur Meister-Werke Schulte GmbH gehöhrenden Parkettspezialisten aus Rott am Inn. "Um unsere Kostenstrukturen zu optimieren, müssen wir die vorhandenen Synergiepotenziale konsequent nutzen. Das führt dazu, dass wir Doppelfunktionen abbauen und die Administration im Rahmen eines Shared-Service-Konzeptes in Meiste bündeln", so Guido Schulte, geschäftsführender Gesellschafter der Meister-Werke Schulte GmbH. "Ich danke Tomas Schwab insbesondere für die erfolgreich umgesetzte vertriebliche Neupositionierung der Marke Hain, die sich wieder ganz klar auf unsere Kunden aus Fachhandel und Handwerk fokussiert. Für seine berufliche und private Zukunft wünsche ich ihm nur das Beste", so Schulte weiter. Der Standort Rott am Inn konzentriert sich unter Verantwortung von Alexander Karnstädt als neuem Werkleiter zukünftig ausschließlich auf die Fertigung des hochwertigen Parkettsortiments. Guido Schulte: "Wir stehen zum Produktionsstandort Rott am Inn.
25.03.2021
Hettich-Umsätze 2020 knapp unter Vorjahresergebnis
Die Hettich Unternehmensgruppe, einer der größten Hersteller von Möbelbeschlägen, Kirchlengern, hat im Jahr 2020 einen Umsatz von 1,066 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das sind 2,4 Prozent weniger als noch 2019. Dennoch zeigt sich die Geschäftsführung des Unternehmens angesichts der schweren Rahmenbedingungen im vergangenen Jahr mit dem Ergebnis zufrieden. Der Umsatzauslandsanteil lag bei 70 Prozent. 72 Millionen Euro hat Hettich 2020 global in neue Produkte, Gebäude und Maschinen investiert. Aktuell sind rund um den Globus über 6.600 Mitarbeiter bei dem Unternehmen tätig, davon mehr als 3.500 in Deutschland. Sascha Groß, Geschäftsführer Hettich Holding auf der virtuellen Jahrespressekonferenz: "Trotz Kurzarbeit, Lockdowns in vielen Ländern und den zeitverzögerten Auswirkungen in den Lieferketten – wir haben unser Ziel, den Lieferservice an unsere Kunden in gewohntem Umfang aufrecht zu erhalten, immer an die erste Stelle gesetzt." Geschäftsführungskollegin Jana Schönfeld, Hettich Holding, ergänzt: "Durch den großartigen Einsatz des weltweiten Hettich-Teams konnten wir der volatilen Geschäftsentwicklung im letzten Jahr erfolgreich begegnen. Dafür sind wir allen sehr dankbar und alle gemeinsam stolz."
25.03.2021
Hornbach: Denkwürdiges Geschäftsjahr kurbelt Umsätze an
Die Corona-Pandemie habe, so die Hornbach-Gruppe, dem Unternehmen "ein denkwürdiges Geschäftsjahr 2020/2021 (1. März 2020 bis 28. Februar 2021) beschert: Der Rückzug in die eigenen vier Wände, das verstärkte mobile Arbeiten von zuhause und ein nachhaltig verändertes Verbraucherverhalten haben die Nachfrage nach Bau- und Heimwerkersortimenten kräftig angekurbelt." Vor diesem Hintergrund legte der Nettoumsatz im Hornbach Holding AG & Co. KGaA Konzern ersten vorläufigen Zahlen zufolge um 15,4 Prozent auf 5,456 Milliarden Euro zu. Der größte operative Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG, der zum Bilanzstichtag 28. Februar 2021 europaweit 161 (Vorjahr: 160) Bau- und Gartenmärkte sowie Onlineshops in neun Ländern und zwei Fachhandelsstandorte betreibt, überstieg ebenfalls die Fünf-Milliarden-Marke und erhöhte die Umsätze um 15,6 Prozent auf 5,117 Milliarden Euro. Flächen- und währungskursbereinigt nahmen die Umsätze der Bau- und Gartenmärkte (DIY) konzernweit um 14,7 Prozent zu. Der Teilkonzern Hornbach Baustoff Union GmbH verzeichnete ein Umsatzplus von 12,8 Prozent auf 338 Millionen Euro. Damit habe die Gruppe die extremen Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie im vergangenen Geschäftsjahr erfolgreich gemeistert, so das Unternehmen weiter.
25.03.2021
Holz als idealer Klimaschützer
Gesunde Wälder sind die Grundlage für klimafreundliche Holzprodukte und wertvolle Arbeitsplätze, sagt Herbert Jöbstl, Obmann des Fachverbands der österreichischen Holzindustrie: "Unser Rohstoff Holz ist als nachwachsender CO2-Speicher der ideale Klimaschützer, denn die Produkte der Holzindustrie speichern langfristig Treibhausgase. Zudem entwickelt unsere Branche Alternativen zu CO2-intensiven Produkten und Materialien. Damit die Holzindustrie Österreichs weiterhin erfolgreich bleibt, ist eine nachhaltige Waldbewirtschaftung unverzichtbar. Klimaneutralität gelingt nur mit Holz." Die zuverlässige Versorgung mit dem Rohstoff Holz sei für die Holzindustrie Basis für regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze im ländlichen Raum. "Besonders wichtig ist uns die Zusammenarbeit mit den heimischen Forstbetrieben und Waldbesitzern, die ihre Wälder seit Generationen nachhaltig bewirtschaften", betont Herbert Jöbstl und hebt hervor: "Die nachhaltige Waldbewirtschaftung garantiert sowohl eine Versorgung unserer Betriebe mit nachwachsenden Rohstoffen als auch die klimafreundliche Produktion unserer Branche."
24.03.2021
ZGV: Deutliche Kritik an Corona-Maßnahmen
Statt pauschalem Lockdown endlich Infektionsquellen gezielt bekämpfen. Das ist die zentrale Forderung des Mittelstandsverbundes ZGV nach der "Nacht des Stillstandes", wie Hauptgeschäftsführer die jüngste Zusammenkunft der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten interpretiert. Neben einem "Mini-Super-Lockdown" über Ostern zählt zu den Beschlüssen auch, dass die "Notbremse" in Regionen, in denen die Inzidenzzahl von 100 an mindestens drei Tagen hintereinander überschritten wird, konsequent umgesetzt werden soll. Das bedeutet für betroffene Händler: Nach gezogener Notbremse ist nur Click & Collect erlaubt, aber kein Terminshopping (Click & Meet) und schon gar keine normale Öffnung. Der nun schon beinahe seit 100 Tagen andauernde Lockdown wirke sich verheerend auf viele Branchen des Nicht-Lebensmittelhandels aus, so der ZGV.
24.03.2021
HPE: Rohstoffknappheit bedroht Wirtschaftskreislauf
Laut dem Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. hält die Rohstoffknappheit auf dem deutschen Holzmarkt weiter an. Deshalb könnten Palettenproduzenten und andere Holzpackmittelhersteller schon in Kürze nicht mehr ausreichend produzieren. Es drohten spürbare Beeinträchtigungen für den gesamten Warenverkehr – innerhalb Deutschlands und beim Export. "Dann sprechen wir nicht mehr bloß davon, dass Klopapier knapp wird. Auch der Lebensmittelbereich, die Chemieindustrie oder der Maschinen- und Anlagenbau werden davon deutlich betroffen sein", warnt HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner. Erste Betriebe der Paletten- und Holzpackmittelindustrie haben für ihre Kunden seit Kurzem Obergrenzen eingeführt und liefern nur noch feste Kontingente, berichtet der Geschäftsführer. "Von der Rohstoffsituation sind unsere Unternehmen alle betroffen." Ausfuhren nach China und in die USA haben die Holzverfügbarkeit in den letzten Monaten drastisch verschärft. Bestimmte Schnittholzsortimente und Holzwerkstoffe, wie Sperrholz und OSB-Platten, seien derzeit kaum verfügbar.
23.03.2021
Auma fordert Lösungen für Messebranche
"Die deutsche Messewirtschaft – ausstellende Unternehmen, Veranstalter und Messedienstleister – hatte von der Ministerpräsidentenkonferenz am 22. März eine Perspektive für ihren Re-Start erwartet", erklärt Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Auma – Verband der deutschen Messewirtschaft. "Erneut wurde aber die Chance vertan, hier ein Signal nicht nur an die Messeveranstalter, sondern auch an die ausstellenden Unternehmen zu senden, die auf ihre Branchenplattformen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten angewiesen sind." Seit über einem Jahr befindet sich die Messewirtschaft – mit kurzer Unterbrechung im Herbst 2020 – im Lockdown. Die Messeabsagen reichen mittlerweile bis Ende Mai.
23.03.2021
Innentüren: Starkes Objektgeschäft drückt auf Preis
Am Markt für Innentüren (ohne Funktionstüren) war im letzten Jahr von einer Wirtschaftskrise nicht wirklich etwas zu spüren, setzte sich doch absatzseitig die Wachstumsdynamik der letzten Jahre nahezu ungebremst fort. Laut aktuellem Branchenradar Innentüren in Österreich wuchs die Nachfrage im Jahr 2020 um 2,1 Prozent gegenüber Vorjahr auf rund 885.000 Stück. Allerdings kamen rund siebzig Prozent der Wachstumsbeiträge vom Geschosswohnbau, wodurch es nur Zuwächse bei vergleichsweise preisgünstigen Innentüren aus Röhrenspan und Kartonwabe gab. Da gleichzeitig der Durchschnittspreis für Rohtüren und Innentüren mit hochwertigem Türenaufbau (Massivholztüren, Innentüren aus Vollspanplatten, Flachsplatten etc.) sank, gab das Preisniveau am Gesamtmarkt deutlich nach. Der Durchschnittspreis einer Innentüre reduzierte sich um 1,7 Prozent gegenüber Vorjahr. Infolgedessen entwickelten sich die Herstellererlöse mehr oder weniger seitwärts. Der Umsatz mit Innentüren stieg nur äußerst moderat um 0,4 Prozent gegenüber Vorjahr auf 166,3 Millionen Euro. Für das laufende und das kommende Jahr prognostiziert Branchenradar.com Marktanalyse ein stabiles Umsatzwachstum von jährlich knapp drei Prozent. Zum einen, da mit keinen weiteren Anteilsgewinnen der Preiseinstiegslage zu rechnen ist. Zum anderen, weil die Nachfrage konstant wächst, sind doch vom Neubau weiterhin deutliche Wachstumsimpulse zu erwarten.